Info´s & Aktuelles

Der CDU Gemeindeverband Altrhein hat einen neuen Vorstand gewählt.

Der CDU Gemeindeverband Altrhein hat seine Vorstandschaft am 2. November im Sängerheim in Alsheim neu gewählt. Jaqueline Rehn stellte sich nach 6-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl. „Wenn man merkt, dass man einer Aufgabe zeitlich nicht mehr gerecht werden kann, sollte man aufhören“, so die Worte der noch amtierenden Vorsitzenden. Sie beteuert, dem Vorstand trotzdem weiterhin unterstützend zur Seite zu stehen. Im Bericht des Vorstandes ging Rehn auf die „dürre“ Zeit unter der Corona-Pandemie ein und freute sich umso mehr, dass in diesem Jahr das mittlerweile traditionelle Sommerfest wieder stattfinden konnte und auch gut besucht war. Auch die abgesagte Berlin-Tour konnte nachgeholt werden. Der Altrhein-Verband war gut vertreten und hat diese besondere Form des Austausches rege genutzt. Die Mitgliederversammlung war insgesamt gut besucht und beschlussfähig. Nach der einstimmigen Annahme des Rechnungsberichtes und der Entlastung des Vorstandes wurde der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler als Versammlungsleiter bestimmt und führte durch die einzelnen Wahlvorgänge.

Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
Vorsitzender: Thomas Esper
Stellvertreterin: Jessica Weißwange
Stellvertreter: Daniel Hoffmann
Schatzmeister: Rudolph Kühnemund
Beisitzer: Hans Joachim Müller, Thomas Manns, Jessica Oelmann, Amadeus Becker, Christine Müller, Katharina Menger, Klaus Weißwange
Schriftführerin: Jaqueline Rehn

Nach den Dankesworten des neu gewählten Vorstandes, berichtete Jan Metzler aus Berlin. Thematisiert wurde unter anderem die Energiekrise. Er machte deutlich, dass man in diesem Bereich nach wie vor ein Gesamtkonzept brauche, um die Bürger zu entlasten. Dazu gehöre für ihn auch die Erweiterung des Angebots von Energieträgern. Weitere Themen waren die anstehende Haushaltsdebatte Mitte November, das Bürgergeld und auch der China-Taiwan-Konflikt. Insgesamt ist Jan Metzler der Auffassung, dass man in einer Phase des weltweiten Umbruchs sei und man sich strategisch neu aufstellen müsse. „Die Art unseres Denkens muss sich ändern und wir müssen uns unabhängiger machen.“ Metzler plädiert dabei für Pragmatismus und Vernunft. Der neue Vorsitzende Thomas Esper übernahm das Wort und bedankte sich bei allen Anwesenden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er freut sich auf die Zusammenarbeit des neuen Vorstandes und auf die Herausforderungen, die dem Gemeindeverband bevorstehen. Im Rahmen einer eingehenden Diskussionsrunde ließ man den Abend gemütlich ausklingen.

Hohe Ehrungen bei Sommerfest der CDU Altrhein

Zwei besondere Ehrungen konnten der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler und VG-Bürgermeister Max Abstein beim traditionellen Sommerfest der CDU-Altrheingruppe im Alten Kelterhaus Alsheim vornehmen: Christine Müller wurde für 55 Jahre Mitgliedschaft bei den Christdemokraten und Hans Baier für 35 Jahre Treue zur Union geehrt. Daniel Hoffmann, der urlaubsbedingt die Vorsitzende Jaqueline Rehn vertrat, gehörte zu den ersten Gratulanten und freute sich über die vielen Mitglieder und Interessierte, die gekommen waren.

Nicht nur ums Feiern sollte es gehen, sondern ebenso um das Thema, das in diesen Tagen die Menschen auch in Alsheim, Hamm, Eich, Gimbsheim und Mettenheim ganz besonders bewegt: die drohende Energie- und Wirtschaftskrise. VG-Bürgermeister Max Abstein zeigte auf, wo überall für die VG Potenzial zum Einsparen von Strom und Wasser liege. Dabei schaute er auch auf alternative Energieoptionen wie Fotovoltaik und Geothermie.

Metzler blickte auf die globale politische Lage, die „sehr besorgniserregend“ sei und Auswirkungen auf alle habe. „Es wird nicht leicht werden und vieles werden wir stemmen müssen.“ 

Wirtschaftskrieg mit Russland

Der 24. Februar, der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, sei eine Zäsur in der Geschichte Europas. „Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg“. Vieles habe sich mit den Jahren aufsummiert und komme nun zum Tragen. Deutschland könne sich jetzt nicht mehr in dem Maß wie bisher auf die Friedenssicherung durch Nato und USA zurückziehen. Die nur scheinbar preiswerte Zusammenarbeit mit Russland bei der Öl- und Gassicherung habe in Wirklichkeit sehr viel Kontrolle gekostet.

Als „Ersatzpartner“ müsse man nun bei Staaten um Unterstützung bitten, bei denen man noch vor einem Jahr die Frage stellte, ob man überhaupt an der Fußball-WM teilnehmen könne, sagte Metzler mit Blick auf Qatar. „Jetzt brauchen wir schnell LNG-Terminals, um Gas auf dem Seeweg nach Deutschland zu bringen, wohl wissend, dass dieses Gas dann anderen Ländern fehlt, die bisher Kunden für die LNG-Lieferanten waren und wir zudem auch Transportkapazitäten binden.“ 

Ein Aktivieren der Ostsee-Pipeline Nordstream 2, die von Russland nach Deutschland verläuft, kommt für Metzler nicht infrage. „Das wäre eine Bankrotterklärung.“ Der Abgeordnete geht davon aus, dass Russland weiterhin Gas in geringen Mengen liefern werde. „China nimmt nicht mal zehn Prozent der Menge ab, die bisher nach Europa geflossen sind“.

Wirtschaft stark abhängig von China

Nicht aus den Augen verlieren dürfe man die starke Abhängigkeit von China, in der sich die europäische Wirtschaft befinde, angelockt durch günstige Preise und einen scheinbar unendlichen Markt. Die Großindustrie schreibe oft nur durch das Chinageschäft noch schwarze Zahlen. „Derzeit stecken rund 20 Prozent der Weltwirtschaftsgüter in China.“ 

Mit Blick auf den China-Taiwan-Konflikt sagte Metzler, auch dort schlummere ein „noch nicht abzusehendes Risiko für unsere Wirtschaft.“ Dennoch blieb Metzler zuversichtlich. Angst sei ein schlechter Ratgeber.

Wird schwierig werden – aber wir haben es noch immer geschafft!“

Seit neun Jahren vertritt Metzler den Wahlkreis in Rheinhessen als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag. Eingedenk der vielen Krisen, die allein in dieser Zeit schon auf der Tagesordnung standen, sagte er: „Wir haben es noch immer geschafft.“ Gerade auch die Union könne und müsse auch jetzt ihren Beitrag leisten: „Es bleibt weiterhin wichtig, dass wir als Union zusammenstehen und für unsere Positionen kämpfen und positiv bleiben.“